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Toter Winkel 2018

Die Klassen 4a und 4b der Bischof - Riccabona Grund-und Mittelschule Wallersdorf  machten sich am Beispiel eines LKW der Firma Zollner kundig über die Gefahren des „Toten Winkels“. Die Schülerinnen und Schüler erführen  viel über richtiges verkehrssicheres Verhalten. Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) e.V. organisiert diese Maßnahme bayernweit in Zusammenarbeit mit örtlichen Transportunternehmen und der Polizei in Kindergärten sowie in Grund- und Hauptschulen.

Auf Initiative von Frau Ingrid Zollner - Hien, Inhaberin der Spedition Zollner in Wallersdorf, demonstrierte dabei der LBT-Geschäftsführer für Niederbayern/ Oberpfalz Harald Sentner den Kindern anschaulich anhand nachgestellter Situationen mit einem Lkw und einer Toter- Winkel-Plane die vorhandenen Gefahrenpotentiale.

Simon Zollner hatte einen seiner  Lkws auf dem Firmengelände geparkt und erwartete zusammen mit Herrn Sentner die Schülerinnen und Schüler der 4a und 4b.  Recht anschaulich und routiniert klärte der Fachmann den Schülerinnen und Schülern  die Gefahren abbiegender Lkws und Busse auf. Ziel der Veranstaltung war es, die Viertklässler, nach erfolgreicher Beendigung der Jugendverkehrsschule,  mit konkreten Unfallgefahren vertraut zu machen und so die Verkehrssicherheit im Rahmen des „Sicheren Schulweges“ zu erhöhen.

Herr Sentner erklärte den Schulkindern zunächst die verschiedenen Positionen, die für einen LKW-Fahrer trotz bester Spiegelausstattung unmöglich einsehbar sind. Wie schon im ersten Schuljahr im Zusammenhang mit dem Busfahren gelernt, ist dies der unmittelbare Bereich vor dem Fahrzeug in einer Breite bis zu fünf Metern, je nach Größe der Personen. Aber auch direkt hinter einem LKW sind Radfahrer nicht zu entdecken. Auf einer am Boden entsprechend platzierten roten Plane konnte schließlich die ganze Schulklasse für den LKW-Fahrer unsichtbar verschwinden. Wichtigste Merkregel für die Kinder blieb: „Wenn ich den Busfahrer nicht sehe, kann er auch mich nicht sehen!“

Der Höhepunkt für die Kinder war sicherlich, als jeder einzelne sich in das Führerhaus des LKW setzen durfte, um als ‚Brummifahrer’ den Toten Winkel selbst zu ‚erfahren’. Dabei stellten die Schüler noch weitere ‚Tote Winkel’ fest, die es zu vermeiden gilt. Dazu ergänzt Herr Sentner: „Selbst die Profis, also die LKW-Fahrer, sind immer wieder verblüfft, wenn sie sehen, wie viel sie nicht sehen.“
Herr Sentner demonstrierte den Schulkindern mittels am Boden ausgelegter Pappkartons auch deutlich, wie die hinteren Räder eines Lkw oder Busses beim Abbiegen oftmals eine zusätzliche Gefahr darstellen. Häufig kommt es nämlich vor, dass sie beim Abbiegen in einem engen Wendekreis über den Gehweg rollen. „Etwa eineinhalb Meter – eine Fahrradlänge – sind der richtige Abstand, den man zum Fahrbahnrand halten soll“, riet deshalb Sentner den Kindern. „Noch besser ist es stehen zu bleiben, wenn man mit dem Lkw-Fahrer keinen Blickkontakt hat.“ Durch die Anschaulichkeit des Unterrichts zeigten sich die Schulkinder sehr beeindruckt. Der „Tote Winkel“ war ihnen durch diese realistische Vorführung in seiner Gefahr deutlich bewusst geworden.

„Ziel dieser Aktion“, so Harald Sentner "sei, dass sich die Kinder bewusst werden, was ein LKW-Fahrer sieht und wie sich ein LKW – insbesondere beim Abbiegen – verhält. Wir vom Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen sehen uns auch in der Verpflichtung, unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer hier aufzuklären. Verhindern wir dadurch nur einen Unfall, hat sich die ganze Aktion gelohnt!“